Kinderpfleger/in Ausbildung - Zugangsvoraussetzungen und Gehalt


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Die staatlich anerkannte Ausbildung “Kinderpfleger/-in” bzw. “Sozialpädagogische/r Assistent/-in” ist nur wenigen bekannt. Diese dauert in der Regel 2 Jahre und qualifiziert dich für die Arbeit mit Säuglingen, Kleinkindern und Kindern bis 12 Jahre.

Was machen Kinderpfleger?

Die Arbeit als Kinderpfleger bzw. als Kinderpflegerin gehört zu den sozialpädagogischen Berufen. Ähnlich wie Erzieher arbeiten Kinderpfleger in Kindereinrichtungen aller Art. Im Team werden Kinderpfleger als pädagogische Zweitkraft eingesetzt. Das heißt, sie sind meist den Kollegen und Kolleginnen mit einer dreijährigen Ausbildung unterstellt, tragen dafür aber auch weniger Verantwortung mit sich. Der nächste Schritt durch eine Weiterbildung zum/r Erzieher/-in ist für Kinderpfleger jederzeit möglich.

Warum sollte man Kinderpfleger werden?

Viele von euch fragen sich vielleicht, warum man nicht gleich eine dreijährige Ausbildung als Erzieher/-in beginnen sollte. Dafür sprechen folgende Vorteile:

Wo können Kinderpfleger arbeiten?

Kinderpfleger sind vor allem in Kindertageseinrichtungen wie in

tätig.

Was verdienen Kinderpfleger?

Während der 2-jährigen schulischen Ausbildung an der Berufsfachschule erhalten die Azubis kein Gehalt. Im Gegenteil: Für Lernmaterialien und die Abschlussprüfung werden häufig Gebühren fällig. Dafür wird meist das Praktikum während der Ausbildung vergütet und man kann auf finanzielle Unterstützung durch den Staat (Stichwort BAföG) rechnen. 

Nach der Ausbildung erhalten Kinderpfleger beispielsweise in Bayern eine tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst von € 2.155 bis € 2.856 brutto im Monat. Netto sind es (je nach Steuerklasse, etc.) ca. 1.500 EUR - 2.000 EUR im Monat. Das Bruttogehalt der Kinderpfleger liegt somit ca. 400-700 EUR unter dem Gehalt der Erzieher. Somit ist die einjährige Weiterbildung zum/r Erzieher/-in auf Dauer jedem zu empfehlen.

Welcher Abschluss wird vorausgesetzt?

Die Zugangsvoraussetzungen werden in jedem Bundesland anders geregelt. Am besten ihr informiert euch direkt auf den Seiten der örtlichen Berufsschulen über den nötigen Schulabschluss. Die meisten Berufsfachschulen setzen einen erweiterten Hauptschulabschluss mit mindestens einer 3,0 in Deutsch voraus. Einige erwarten sogar einen mittleren Schulabschluss mit mindestens einem Durchschnitt von 3,5, was aber auch machbar ist. Somit sind die Aufnahmevoraussetzungen nicht sonderlich hoch angesetzt. Zu einer Eignung als Kinderpfleger/-in sind schulische Noten allerdings nicht sonderlich aussagekräftig. Klar sind gute Leistungen im Musikunterricht, Kunst und in Biologie von Vorteil, wirklich wichtig sind aber eher soziale Faktoren, welche in der Schule wiederum eine untergeordnete Rolle spielen. In unserem Selbsttest zur Eignung als Kinderpfleger/-in (siehe oben) haben wir einige dieser Sozialkompetenzen aufgegriffen. Neben dem Eignungstest empfiehlt es sich, vor der Ausbildung ein Ehrenamt im sozialpädagogischen Bereich, beispielsweise als Assistenz, auszuüben.

Was lernt man in der Ausbildung?

Wie in jeder sozialpädagogischen Ausbildung sind Gesundheitslehre und Sozialpädagogik wichtige Fächer der Ausbildung. Weiterhin stehen Haus- und Textilpflege, Bewegungserziehung, Kunst- und Werkerziehung, Nahrungszubereitung, Heilerziehungspflege, Musik- und Musikerziehung, Darstellendes Spiel, Textilarbeit und viele weitere Fächer auf dem Lehrplan.

Wo muss man sich für die Ausbildung bewerben?

Da es sich um eine rein schulische Vollzeitausbildung handelt, werden die Ausbildungsplätze von den Berufsfachschulen selbst vergeben. Zwar gibt es im sozialpädagogischen Bereich auch die Möglichkeit, sich für ein duales Studium zu bewerben. Das geht dann allerdings mehr in Richtung Soziale Arbeit und ist beispielsweise bei der Caritas und an verschiedenen Hochschulen möglich. 



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